--


Produkte - Wolle - Das Haarkleid auch das Wollvlies genannt

Alpine Steinschafwolle an einem Wolstand - Arbeitsgemeinschaft der Alpinen Steinschafzüchter - www.alpines-steinschaf.de Beim Wildschaf bestand das Haarkleid aus Oberhaaren als Witterungsschutz und aus Unterhaaren als Wärmeschutz,
die im Herbst und Frühjahr dem Haarwechsel unterlagen.

Das Vlies des Hausschafes ist durch eine Erbänderung entstanden, wobei bei den Wollschafen nur noch das Unterhaar erhalten blieb und der Haarwechsel nicht mehr auftrat.

Das Haarkleid der Schafe ist die Wolle oder das Wollvlies, das sich aus Millionen einzelner Wollhaaren bzw. Wollfasern zusammensetzt. Das Wollhaar besteht aus Eiweißstoff (Protein) und setzt sich zusammen aus:
  • Oberhaut - mehr oder weniger große Anzahl von Hornschuppen , die ähnlich einem Schieferdach um die Faser herum angeordnet sind
  • Rindenschicht - sie ist der Hauptbestandteil der Faser und besteht aus feinsten, spindelförmigen Fibrillen, die um das Zweifache ihrer Länge gedehnt werden können
  • Markkanal - der aber nur bei gröberen Wollhaaren im Inneren der Rindenschicht vorkommt und bis zu 90 % des Haardurchmessers einnehmen kann. Bei Wollhaaren von weniger als 35 Mikrometer gibt es in der Regel keinen Markkanal.
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass das Schaf auch Wollfett und Wollschweiß erzeugt. Das ätherische Wollfett wird von den Talgdrüsen und der wasserlösliche Wollschweiß von den Schweißdrüsen produziert. Fettschweiß wird die Vereinigung dieser zwei Bestandteile genannt. Dieser Fettschweiß überzieht das Wollhaar und schützt es. Dadurch wird es geschmeidig und elastisch.


Die drei Hauptgruppen des Wollhaares:

Länge cm Markkanal Haarwechsel Dicke Eigenschaft Eigenschaft Eigenschaft
Stichel- oder Kurzhaar 1 - 4 Bis 90 % ja spröde gerade Überall dort wo die Haut direkt auf dem Knochen aufliegt Bleiben nach Haarwechsel als tote Haare im Vlies hängen
Grannen- oder Oberhaar bis 30 Bis 50 % nein 30-70 μm dick fest glatt u. leicht gewellt Nicht zum Filzen geeignet
Woll- oder Flammhaar bis 15 meist markfrei nein 10-35 μm Wollhaar: fein gekräuselt geschmeidig bruchfest elastisch Flammhaar: untermischt mit Grannen- oder Oberhaaren ergibt typische Mischwolle Wollhaar hat ein gutes Filzvermögen



Erstellt durch die EDV-Beratung Martin Steinherr