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Produkte - Wolle - Die Wollpflege durch den Züchter

Bestimmend dafür sind die natürlichen Eigenschaften, d.h. von welcher Schafrasse kann man die Wolle für welches Material
verwenden.

Alpine Steinschafwolle an einem Wollstand - Arbeitsgemeinschaft der Alpinen Steinschafzüchter - www.alpines-steinschaf.de Eine sachgemäße Wollpflege ist die wichtigste Voraussetzung, um ein vermarktungs- und verarbeitungsfähiges Produkt zu erzeugen. Unter Wollpflege werden folgende Maßnahmen verstanden:
  • Zuchtausschluss aller Tiere, die erblich bedingte Wollfehler aufweisen.
  • Sachgemäße Fütterungstechnik, um das Einfüttern der Wolle zu vermeiden z.B. durch Nackenbretter am Sprossenraufen oder entsprechende Vorsicht beim Vorlegen von Heu (nicht über die Tiere einfüttern), da sich sonst das Heu in der Wolle verfängt und diese zu sehr verschmutzt.
  • Das Zeichnen der Schafe und Lämmer sollte nur mit Wasser auswaschbaren Farbstiften oder Sprays erfolgen.
  • Rechtzeitige Vorbeugung bzw. Behandlung gegen Außenparasiten durch Baden oder Aufgießen, insbesondere beim Auftreten von Sandläusen und Haarlingen.
  • Vermeiden wollschädigender Haltungsbedingungen im Stall. Ausreichend saubere und trockene Einstreu (langfasriges Stroh) verhindert, dass Wolle stark verkotet oder durch Urin vergilbt. Es soll kein gehäckseltes Stroh oder Sägespäne verwendet werden, um einer Anreicherung der Wolle mit pflanzlichen Verunreinigungen vorzubeugen. Der Stall soll genügend Luftraum aufweisen und die relative Luftfeuchtigkeit von 75 % nicht überschreiten.
  • Ähnliches gilt bei Weidegang: Bei ständigem Aufenthalt der Schafe auf grasfreien Flächen nach Regenfällen oder durch das Pferchen auf Grünland kann es zu stärkerer Verschmutzung der Wolle mit tief verklebten Dreckspitzen kommen. Speziell im Frühjahr, wenn auf junge, eiweißreiche Weide umgestellt wird, kann es vorteilhaft sein, die Schwänze sowie Innenkeulen der Schafe auszuscheren.
  • Ihm Rahmen der Weidepflege sollten vor allem Disteln, Kletten und andere haftende Pflanzenteile beseitigt werden.
  • Beim Treiben der Schafe sind staubige Wege zu meiden, da Staub jede Wolle mürbe und brüchig macht.



Erstellt durch die EDV-Beratung Martin Steinherr