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Produkte - Wolle - Behandlung der Wolle nach dem Scheren des Schafes

Herdenhalter mit größerem Wollanfall bestellen rechtzeitig vor der Schur die erforderlichen Leersäcke bei ihrem Wollhändler.
Alpine Steinschafwolle an einem Wollstand - Arbeitsgemeinschaft der Alpinen Steinschafzüchter - www.alpines-steinschaf.de Koppelschafhalter haben vor allem in Süddeutschland die Möglichkeit, auf Wollsammelstellen, die von Wollerzeugergemeinschaften organisiert werden, ihre Wolle abzusetzen.

Bei den Alpinen Steinschafen wird die Wolle selbst vermarktet. Die Wolle kann beim jährlichen Treffen der Alpinen Steinschafzüchter abgegeben werden.

Auch bei und nach der Schur sind verschiedene qualitätserhaltende Maßnahmen zu beachten:
  • Grundsätzlich sollten Schafe trocken geschoren werden, da nasse Wolle nicht lagerfähig und damit unverkäuflich ist.
  • Die wichtigste Arbeit für die Gewinnung von Qualitätswolle ist das Bereißen des Wollvlieses. Verschmutzte und vergilbte Wolle sowie grobe Schwanz-, Kopf- und Bauchwollen sind als Locken extra einzusacken. Zum Sortieren eignen sich bei zusammenhängenden Vliesen sogenannte Sortiertische (Rost aus ausgehobelten Latten), auf der die Wolle ausgebreitet und etwas geschüttelt wird, damit gröbere Schmutzteile nach unten wegfallen.
  • Unbedingt getrennt werden müssen melierte, d.h. braune, schwarze oder graue Wollen. Außerdem sind nach Möglichkeit Wollen von unterschiedlichen Rassen bzw. Kreuzungen und Lammwollen gesondert zu erfassen.
  • Es folgt das Lüften und Einsacken der Wolle. Im Idealfall wird die Wolle vor dem Einsacken gelüftet. Zumindest sollte die Wolle erst locker eingesackt werden und offen stehen bleiben. Das Vlies soll mit der Schnittseite nach außen zusammengewickelt und eingesackt werden.
  • Vor dem Verschließen sollten die Säcke randvoll und gut gestopft werden. Die Säcke werden auf Spannung mit drei bis vier Metallhaken zugenäht bzw. verschlossen. Nicht verwendet werden sollten Sisal- oder Kunststoffschnüre.
  • Die Wollsäcke sollen bis zum Verkauf trocken und nicht auf Betonböden gelagert werden.



Erstellt durch die EDV-Beratung Martin Steinherr