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Haltung - Fütterung - Futteraufnahme und Verdauung von Schafen

Im folgenden möchten wir einige Anfangskenntnisse über den Nährstoffbedarf und die Futterzusammensetzung
für unsere Schafe vermitteln. Das gesamte Wissen hierüber kann nicht auf der ersten Seite behandelt werden.
Nach und nach, wie es die Zeit erlaubt, werden wir dann in die Webseite Unterseiten einfügen, damit jeder sein Wissen vertiefen kann.

Bild vom Magen eines Schafes - Fütterung Alpine Steinschafe - Haltung - Alpines Steinschaf: Arbeitsgemeinschaft der Alpinen Steinschafzüchter - www.alpines-steinschaf.de
Bild vom Magen eines Schafes/Wiederkäuers

Quelle: Nordisk familjebok, band 12, sida 359
 


m - Ende der Speiseröhre
v - Pansen
n - Netzmagen
b - Blättermagen
l - Labmagen
t - Beginn des Dünndarms
Der Magen bei Schafen und Rindern ist anders aufgebaut als bei Schweinen und Pferden. Einfach kann man sagen, Schafe haben mehrere Mägen, genaugesagt 4 Mägen im Gegensatz zu Schweinen und Pferden, die wirklich nur 1 Magen haben.

Jeder hat schon mal den Ausdruck Wiederkäuer gehört. Schafe und Rinder sind Wiederkäuer. Deshalb können Schafe auch rohfaser- und zellulosereiches Futter gut verwerten.

Die Verdauung nach der Futteraufnahme läuft in etwa so ab:

Zuerst gelangt das z.B. Gras in den Pansen (Teil des Magens) und wird nach einer halben Stunde portionsweise in das Maul zurückgeführt. Dort beginnt ein gründliches Wiederzerkauen. Danach gelangt das fein zerkleinerte Futter in den Blättermagen.
Die Zersetzung des Futters läuft ebenfalls in 2 Schritten ab. Die Futtermasse, die noch nicht wiedergekaut wurde, ist im Pansen und Netzmagen bakteriell vorbearbeitet worden. Dabei wird die unverdauliche Zellulose und Rohfaser aufgespalten.

Beim Wiederkauen wird der Futterbrei mit Speichel vermischt. Gärungssäuren werden dadurch neutralisiert. Danach wird dann dem Futterbrei im Blätter- und Labmagen (2 weitere Mägen des Schafes) und später im Dünndarm Eiweiß, Fettsäuren, Vitamin B usw. alle lebensnotwendigen Nährstoffe entnommen. Im Dickdarm ist die Nährstoffversorung dann abgeschlossen.


Erstellt durch die EDV-Beratung Martin Steinherr