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Zucht - aktive Zucht - Voraussetzungen - Einstieg in die Zucht des Alpinen Steinschafes


Die Auswahl des Zuchtbockes:

Ein bekanntes Sprichwort heißt, der Bock ist die halbe Herde. Deshalb lohnt sich eine besondere Sorgfalt bei der Auswahl des Vatertieres nach:

Äußerem Erscheinungsbild: Typ Körperlänge und -breite, Brusttiefe, Keulenausprägung, korrektes Fundament, Wollfeinheit entsprechend der Rasse, Ausgeglichenheit im Vlies.
Verwandtenleistungen: Auf der Grundlage der in einem Abstammungsnachweis bereits vorliegenden Ergebnisse (Zuchtleistung, Mast- und Schlachtleistung ) und bereits bekannter Nachkommen als eine zusätzliche Information zur Einschätzung des möglichen Zuchtwertes.

Zum Aufbau einer Zuchtherde sollten keine Tiere mit Fehlstellungen im Gebiss, zu langen schwachen Fesseln (Durchtrittigkeit) oder Fehlstellungen im Fundament (z.B. fassbeinige oder stuhlbeinige Stellungen verwendet werden. Insbesondere Fehler im Fundament verkürzen die Nutzungsdauer und können die Leistungsfähigkeit vermindern.


Die Auswahl der Zuchtschafe:

Bei der Auswahl der weiblichen Nachzucht ist darauf zu achten, dass die Tier in erster Linie von überdurchschnittlich fruchtbaren Schafen mit überwiegend Mehrlingsgeburten, hoher Aufzuchtleistung und niedrigen Zwischenlammzeiten abstammen. Dies sind zum Beispiel Mutterschafe, bei denen im mehrjährigen Durchschnitt, bedingt durch Leichtlammigkeit und entsprechende Muttereigenschaften wie das annehmen und Umsorgen der Lämmer gute Säugeleistung und Euterausbildung, nur geringe Verluste auftraten. Die Säugeleistung errechnet sich aus der Gewichtszunahme der Lämmer während der Aufzuchtperiode, in der Regel bis zum 28. oder 42. Lebenstag.
Außerdem sollten Zuchtschafe ähnlich den Vatertieren keine erblich bedingten Mängel im äußeren Erscheinungsbild aufweisen wie beispielsweise Mängel im Fundament, die insbesondere die Zuchtdauer (Langlebigkeit) beeinträchtigen könnten. Darüber hinaus ist interessant, die Mutterleistung näher zu betrachten, z.B. wie viele weibliche Tiere als Nachwuchs aufgestellt wurden oder wie viele Lämmer der Mutter bisher mit welchem Gewicht und Alter verkauft werden konnten.



Erstellt durch die EDV-Beratung Martin Steinherr